Ersatzgefühle
Am Anfang des Lebens werden Gefühle meist direkt ausgedrückt. Später lernen Menschen oft, dass bestimmte Gefühle nicht akzeptiert werden, und ersetzen sie durch scheinbar passendere Ersatzgefühle.
Beispiel: Traurigkeit wird ignoriert, Ärger erhält Aufmerksamkeit. Mit der Zeit zeigt sich dann Ärger an Stellen, an denen eigentlich Traurigkeit angemessen wäre.
Dadurch werden die eigentlichen Bedürfnisse verdeckt und konstruktive Lösungen erschwert. Der Abbau von Ersatzgefühlen ist daher ein wichtiges Entwicklungsziel.
[1] Für Babys ist ausreichende Zuwendung lebensnotwendig. Historische Deprivationsstudien zeigen die gravierenden Folgen fehlender Fürsorge.
Weitere Informationen: Waisenkinderversuche und Sprachentwicklung